Drucken

1. Damen: Alsterdamen weiterhin ohne Punktverlust!

Club an der Alster - Rot-Weiss Köln 5:3 (2:1) – Hockeyliga.de

Der Club an der Alster hat am Samstag seinen Spitzenplatz in der Tabelle vor dem punktgleichen Mannheimer HC verteidigen können. Gegen RW Köln gelang ein 5:3-Sieg (2:1), mit dem sich Gäste-Trainer Markus Lonnes aber so gar nicht anfreunden konnte.

Lonnes: „Das war extrem frustrierend. Wir kriegen drei irreguläre Gegentore, bei denen jeder am Platz gesehen hat, dass das so war, nur die Schiedsrichter nicht. Deren Leistung war nicht erstligareif. Die Mannschaft hat das eigentlich gut gemacht, ist immer wieder hinterhergelaufen, hat Rückstände aufgeholt. Am Ende hätte Alster dann natürlich auch höher gewinnen können, aber da war unsere Moral dann auch gebrochen. Da hatten die Mädels registriert, dass sie heute keine Chance hatten, hier etwas mitzunehmen.”
Alster-Trainer Jens George: „Wir sind wieder nicht gut ins erste Viertel gekommen, haben die Zweikämpfe nicht gut angenommen. Das war in den letzten Spielen genauso – wir liegen fast immer 0:1 hinten. Später hatten wir dann guten Zugriff, haben uns viel besser angestellt und die Tore gemacht. Aber nach dem 4:2 ist die gleiche Einstellung plötzlich wieder da gewesen: Es wird nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen, was den Gegner wiederaufbaut. Meine Hauptkritik ist deswegen, dass wir es noch nicht schaffen, 60 Minuten konstant durchzuspielen. Da ist noch Luft nach oben.“

Der Gegentreffer zum 0:1 fiel, als man in der Alster-Abwehr noch schlief und Pia Oldhafer geistesgegenwärtig einen Ball, den die Hausherren ins Aus laufen lassen wollten, vor der Linie im Sprung zurückspielen konnte, wo Hannah Gablac zum 0:1 einschieben konnte (10.). Zuvor hatten die Kölnerinnen eine erste Ecke von Granitzki auf der Linie entschärfen können. Alster kam erst nach der Viertelpause besser ins Match. Eine Ecke („die keine war“, so Lonnes) verwandelte Viktoria Huse per Direktschlenzer zum 1:1. Und noch saurer wurde der Gästetrainer, als Benedetta Wenzel kurz vor der Halbzeit zum 2:1 traf – „der Ball geht an den Rücken einer Mitspielerin, von wo er ins Tor tropft“, ärgerte sich Kölns Coach.
Nach der Pause konnte er jedoch wieder hoffen, als Rausgeberin Lara May eine Eckenvariante zum 2:2 nutzte. Die Freude währte jedoch nur kurz, da Hanna Granitzki einen Eckenschlag zum 3:2 verwertete (38.). Auch hier Einspruch von Köln, der aber nicht gehört wurde, denn man hatte den Schlag der Alsteranerin über Bretthöhe gesehen. Als Marie Jeltsch einen Schlag vom Kreisrand zum 4:2 (44.) unterbringen konnte, schien alles für Alster zu laufen. „Da hat man von draußen aber eben schon gesehen, dass alle plötzlich etwas nachlässiger agierten“, so George. Bestraft wurde das von Pia Grambusch, die einen langen Abschlag durch mehrere Alsteranerinnen bis zu Emma Boermans an den gegnerischen Kreis schlug, die im Eins-gegen-Eins gegen die Torfrau erfolgreich war und auf 4:3 verkürzte.
So blieb es bis ins letzte Viertel spannend. Köln hatte nun kaum noch gute Offensivszenen, aber Alster verpasste es, den Sack zuzumachen. Ein Lattentreffer und ein Ball, der fast auf der Torlinie liegend nicht im Gehäuse untergebracht wurde, ließen die Nerven der Fans angespannt bleiben. Erst als Lisa Altenburg vier Minuten vor Ende einen Ecken-Rebound zum 5:3 ummünzen konnte, war die Partie entschieden.
 
Club an der Alster - Rot-Weiss Köln 5:3 (2:1)
Tore:
0:1 Hannah Gablać (10.)
1:1 Viktoria Huse (18., KE)
2:1 Benedetta Marie Wenzel (26.)
2:2 Lara May (34., KE)
3:2 Hanna Granitzki (38., KE)
4:2 Marie Jeltsch (44.)
4:3 Emma Boermans (45.)
5:3 Lisa Altenburg (56., KE)

Club an der Alster - Großflottbeker THGC 2:0 (0:0) – Hockeyliga.de


 
Die Damen des Club an der Alster haben in einem vorgezogenen Spiel am Tag der deutschen Einheit souverän die weiße Weste gewahrt, den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel gefeiert und damit die Tabellenführung in der Feldhockey-Bundesliga gefestigt. Die in erster Linie verteidigenden Großflottbekerinnen hingegen bleiben bei der bislang mageren Bilanz von nur einem Tor und einem Punkt in der Abstiegszone.

„Großflottbek hat heute praktisch ausschließlich verteidigt. Ich glaube, unsere Torhüterin hatte nur zwei Ballberührungen im gesamten Spiel“, schilderte Alster-Trainer Jens George den Spielverlauf. „Wir haben es uns aber selbst schwer gemacht, weil wir einfach versäumt haben, ein frühes Tor zu schießen. Es war aber gut, dass sich die Mädels nicht haben frustrieren lassen und 60 Minuten gut durchgezogen haben. Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden, aber am Entscheidungsverhalten vor dem Tor müssen wir noch arbeiten.“

Die Partie begann wegen starken Regens mit zehnminütiger Verspätung, und der sehr nasse Platz sorgte dafür, dass zunächst ein echter Spielfluss nur schwer aufkam. Dennoch sahen die Zuschauer 60 Minuten lang ein Spiel auf ein Tor. Großflottbek zog sich früh weit zurück und verteidigte gut, während Alster gegen das Bollwerk anrannte, es dabei aber nicht schaffte, aus den zahlreichen Kreisszenen entsprechend Chancen beziehungsweise aus genügend Chancen auch mehr Tore zu erzielen. Dazu kam, dass zumindest Großflottbeks Torfrau einen starken Tag hatte, mehrfach gut parierte und so maßgeblich dazu beitrug, dass die Partie drei Viertel lang torlos blieb. Pech kam für Alster auch noch dazu, als in der 35. Minute eine Strafecke von Hanna Granitzki nur an den Pfosten krachte. Erst eine Einzelaktion von Anne Schröder in der 47. Minute brachte die längst verdiente Führung. Die Nationalspielerin tankte sich mit viel Willenskraft durch drei, vier Gegenspielerinnen in den Kreis durch und schloss kontrolliert mit einem Schlenzball zum 1:0 ab. Und nur eine Minute später klappte es endlich auch per Ecke. Viktoria Huse verwandelte die bereits 13. mit einem platzierten Schlenzer zum 2:0 Endstand.

„Wir haben uns heute mit unseren Möglichkeiten bestmöglich gewehrt, aber je länger die Partie dauerte, umso einseitiger war es“, hatte auch GTHGC-Coach Michael Behrmann beobachtet. „Zu Beginn hatten wir ein, zwei Entlastungsangriffe, aber auch die wurden dann immer seltener. Wir haben als Team leidenschaftlich verteidigt, aber in der Summe war Alster definitiv das bessere Team, das aus seiner Sicht sicherlich höher hätte gewinnen müssen.“
 
Club an der Alster - Großflottbeker THGC 2:0 (0:0)
Tore:
1:0 Anne Schröder (47.)
2:0 Viktoria Huse (48., KE)